Medizinrechtskanzlei, etablierte Kanzlei am Kudamm, Fundierte Beratung für MVZs, Kliniken, Praxen, Standort auch im medizinischen Zentrum Berlin Hermsdorf, Dienstleistungen: Datenschutz im Gesundheitswesen, Beratung für Ärzte, Gründung MVZ, Klinik, KV-Recht,KMW | Medizinrechtskanzlei - Anwältin für Ärzte, Zahnärzte und Apotheker,  Zulassungsrecht, Sanierung Arztpraxis, Klinik, MVZ, Zulassung, Sonderbedarfszulassung oder Ermächtigung (sämtliche Angelegenheiten vor dem Zulassungsausschuss oder nach Widerspruch zuständigen Berufungsausschuss bei Ihrer KV/KZV)     Disziplinarrecht/ Zulassungsentziehungsverfahren     Begleitung und Verhandlung von Selektivverträgen     Regressverfahren (Plausibilitätsprüfung, Wirtschaftlichkeitsprüfung)     Berufsrecht (z. B. Werberecht)     Apothekenrecht     Prüfung und Erstellung gewerblicher Mietverträge     Arzthaftungsrecht (Behandlungsfehlerverfahren)     Compliance     Arztstrafrecht     Begleitung von StatusfeststellungsverfahrenGesellschaftsrecht Ärzte

Schmerzensgeld wenn der Arzt die Rechnung an den Arbeitgeber des Patienten schickt

Ein Arzt verstößt gegen die ärztliche Schweigepflicht, wenn er eine Arztrechnung oder die nachfolgenden Mahnungen nicht an die Privatadresse des Patienten versendet, sondern beispielsweise an den Arbeitgeber des Patienten und damit die Möglichkeit eröffnet, dass Dritte von geschützten Daten Kenntnis erlangen.

Der Umstand, dass einem Arzt oder einem sonstigen Gläubiger die Anschrift eines Schuldners nicht bekannt ist, rechtfertigt nicht die Verletzung strafbewehrter gesetzlicher Vorschriften. In einem derartigen Fall ist vielmehr regelmäßig die Einholung einer Auskunft des Einwohnermeldeamtes geboten. Für die Einholung einer solchen Auskunft ist es nicht erforderlich, mitzuteilen, dass der Schuldner im Kosmetikinstitut des Gläubigers ärztlich behandelt wurde und schon gar nicht, in welcher Form und mit welchen Mitteln die Behandlung erfolgte.

Das Schmerzensgeld von 1.200 EUR sei auch im Hinblick auf eine Verletzung des Privatgeheimnisses nach § 203 StGB und wegen Preisgabe personenbezogener Daten nach dem Datenschutzgesetz sowie §§ 185, 187 StGB gerechtfertigt.