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Vergütung ab dem 01.09.2019 für sog. „TSS-Akutfälle“ nach dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)

Bei Patienten:

- die sich mit akuten Gesundheitsproblemen an die Rufnummer 116117 wenden
- nach dortiger medizinischer Ersteinschätzung dringend einen Arzt konsultieren sollen und 
- daraufhin binnen 24h ein Termin erhalten („TSS-Akutfalls“).


werden alle Leistungen im Arztgruppenfall -mit Ausnahme des Kapitels 32 EBM (Wirtschaftlichkeitsbonus / Laborleistungen) - die im Rahmen des „TSS-Akutfalls" erbracht werden, extrabudgetär vergütet. Zusätzlich erhalten die behandelnden Ärzte einen Zuschlag auf die Versicherten-, Grund- und Konsiliarpauschale. Dies gilt auch für TSS-Terminfälle.
 

Hinweis zur Kennzeichnungspflicht:

Die extrabudgetäre Vergütung erhält der Arzt nur, wenn der Fall in der Abrechnung unter „Vermittlungsart“ als „TSS-Akutfall“ bzw. „TSS-Terminfall“ gekennzeichnet wird. Die Buchstabenkennzeichnung ist bei der Abrechnung zwingend mit anzugeben:

Buchstabenkennung

Anzahl der Tage ab
Kontaktaufnahme des
Versicherten zur TSS bis zum Tag der Behandlung

Kennzeichnung der Vermittlungsart

Zuschlag auf die jeweilige
altersgruppenspezifische
Versicherten-, Grund- bzw. Konsiliarpauschale

A

 

24 Stunden

TSS-Akutfall

50 Prozent

B

1. bis 8. Tag

TSS-Terminfall

50 Prozent

C

9. bis 14. Tag

TSS-Terminfall

30 Prozent

D

15. bis 35. Tag

TSS-Terminfall

20 Prozent