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CMD durch Fehlbehandlung verursacht: 10 T€ Schmerzenzgeld und 25 T€ für die Anschlussbehandlung

Nach einer fehlerhaften Zahnbehandlung, die zu einer cranio-mandibulären Dysfunktion (CMD) führte, muss eine Zahnärztin Schmerzensgeld in Höhe von 10.000 € leisten und der Patientin Nachbehandlungskosten (rd. 25 TEUR) erstatten.

Die Zahnärztin hat im Zusammenhang mit der Behandlung der Patientin gegen fachzahnärztlichen Behandlungsstandard verstoßen:

Denn sie habe den Biss der Patientin zu niedrig eingestellt. Dadurch seien bei dieser eine Überlastung der Muskulatur und in der Folge Verspannungen zumindest mitverursacht worden.

Die Zahnärztin hätte die Problematik jedenfalls gegen Ende der Behandlung auch erkennen müssen und die Patientin vor der endgültigen Eingliederung der neuen Versorgung im zweiten Behandlungsabschnitt auf Anzeichen einer beginnenden CMD untersuchen müssen. Eine derartige Untersuchung war mindestens in Form eines CMD-Schnelltestes zwingend geboten gewesen. Der Quicktest sei auch schon lange vor 2010 etabliert gewesen und die Problematik zu dieser Zeit Bestandteil des Staatsexamens und damit allgemeiner Standard gewesen.

Katharina Lieben-Obholzer

Rechtsanwältin bei KMW