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Gesundheits-App: Ärzte sollen bald digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) verordnen dürfen

Das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) schafft einen Leistungsanspruch gesetzlich Krankenversicherter auf digitale Gesundheitsanwendungen.

Viele Patienten nutzen bereits aktuelle Gesundheits-Apps, die bekanntesten erreichen sechsstellige Downloadzahlen. Nach einer Studie des Bundesgesundheitsministeriums existierten 2016 bereits zwischen 80.000 und 90.000 Gesundheits-Apps. Inzwischen ist von einer sechsstelligen Zahl auszugehen. Die Kosten hierfür mussten bisher größtenteils von den Nutzern selbst getragen werden.

Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG), welches am 07.11.2019 durch den Bundestag beschlossen wurde, können Gesundheits-Apps (digitale Gesundheitsanwendungen, DiGA) von dem Arzt verordnet werden, so dass die Krankenkasse die Kosten übernimmt.

Verschreibungsfähige Applikationen müssen Medizinprodukte sein, die zweckentsprechend zur Unterstützung der vertragsärztlichen oder sonstigen Gesundheitsversorgung angewendet werden können.

Welche Apps verschreibungsfähig sind, entscheidet sich im Wesentlichen nach folgenden Maßgaben:

  • Zunächst wird die App durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf Sicherheit, Funktionstauglichkeit, Qualität, Datensicherheit und Datenschutz geprüft. 
  • Das BfArM führt ein „Verzeichnis digitaler Gesundheitsanwendungen“, sog. DiGA-Verzeichnis nach § 139e SGB V. 
  • Weitere Details zum Verfahren z.B. für die Aufnahme in das DiGA-Verzeichnis werden derzeit erarbeitet und in einer ergänzenden Rechtsverordnung erlassen.

Die Verhandlungen über die Höhe der Kostenerstattung führt der Hersteller selbst mit dem GKV-Spitzenverband.

Damit die Zulassung der digitalen Anwendungen möglichst unbürokratisch und zügig verläuft, wird das Verfahren vornehmlich digital abgewickelt und der Zugang für die Hersteller erleichtert.

Der nächste Schritt ist die Veröffentlichung des Antragsverfahrens und Leitfadens durch das BfArM, die für Ende März 2020 angekündigt wurde.

KMW berät Unternehmen bei der Etablierung von Apps im Gesundheitsmarkt und hat die Entwicklung mehrerer Apps bereits begleitet.